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Fachstelle Erneuerbare Energien
Die Fachstelle Erneuerbare Energien befasst sich mit Themen aus den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Ressourcenmanagement bzw. Kreislaufwirtschaft. Im Vordergrund steht dabei jeweils die Realisierung von ökologisch und ökonomisch sinnvollen, praxistauglichen Lösungen. Dabei arbeitet die Fachstelle fallweise mit Partnern aus Industrie und Gewerbe, Umweltorganisationen, Verwaltung sowie mit anderen Hochschulen zusammen.
Angewandte Forschung und Entwicklung
Die Schwerpunkte der Fachstelle Erneuerbare Energien liegen in folgenden Bereichen:
- Energieeffizienz
Vernetzte Energiesysteme, Energiemanagement und Energiekonzepte: Eine Optimierung von einzelnen Technologien kann zwar grosse Verbesserungen in Bezug auf Effizienz und Emissionen bewirken. Oft lassen sich aber durch die geschickte Integration von verschiedenen Prozessen oder durch Kombination von verschiedenen Technologien zusätzliche, zum Teil wesentlich grössere Verbesserungen erzielen.
Auf kommunaler und regionaler Ebene stehen die effiziente Nutzung von Energie sowie die Erhöhung der Wertschöpfung durch lokale Energieproduktion und dadurch die Verbesserung des Selbstversorgungsgrades an Energie im Vordergrund (Stichworte Energieregion, 2000-Watt-Gesellschaft, Selbstversorgung mit Energie).
- Solarenergie (Fotovoltaik, Solarthermie)
Planung, Integration, Ertragsschätzung und Betrieb von Fotovoltaik-Anlagen speziell im alpinen Raum, unter Berücksichtigung von Landschaftsschutz, Umweltverträglichkeit und Denkmalpflege (fallweise in Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen).
Plusenergie-Gebäude mit kombinierten Solarstrom/Solarthermie Modulen (Konzepte, Optimierungen).
- Windkraft
Windkraftanlagen im alpinen Raum: Windmessung und Windsimulation, Ertragsoptimierung, regionale Wertschöpfung, regionale Energiekonzepte, Einbettung in Tourismuskonzepte, Beeinflussung von Flora und Fauna, Bewertung der positiven und negativen Einflüsse, Schaffung von Akzeptanz bei den Anspruchsgruppen, Einbindung in regionale Gesamtkonzepte.
Simulation von Windströmungen im Gelände und um Gebäude, speziell auch für kleine Windkraftwerke.
- Hydrothermale Karbonisierung (HTC)
Beim Verfahren der hydrothermale Karbonisierung (HTC) werden verschiedene Arten von Biomasse unter Hitze und Druck innert relativ kurzer Zeit verkohlt. Das Verfahren eröffnet möglicherweise neue Perspektiven im effizienten und umweltschonenden Umgang mit Ressourcen.
Die Fachstelle Erneuerbare Energien betreibt in Wädenswil eine HTC-Pilotanlage und führt Versuche mit unterschiedlichen Arten von Biomasse durch. Dabei werden sowohl Prozessparameter optimiert als auch Einsatzmöglichkeiten für die entstehenden Produkte (HTC-Kohle, Prozesswasser) erforscht.
- Wirkungsabschätzung
Quantitative und qualitative Beschreibung bzw. Bewertung der Auswirkungen menschlicher Umweltnutzung auf die Natur bei der Umwandlung von Energie, Herstellung von Produkten oder Erbringung von Dienstleistungen. Die Wirkungsabschätzung dient der Optimierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen, sowie der Bewertung von unterschiedlichen Energiekonzepten und Strategien.
Dabei stehen CO2-Bilanzen, teilweise oder vollständige Ökobilanzen (Life Cycle Assessment LCA), ökologischer Fussabdruck, usw. im Vordergrund.
- Ressourcenmanagement, Kreislaufwirtschaft
Stoffliche und energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, z.B. Hanf und Flachs.
Kreisläufe der Natur als Vorbild für die Nutzung endlicher Ressourcen.
Lehre
Die Fachstelle Erneuerbare Energien konzipiert und realisiert die Lehrangebote der Vertiefung Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien (NREE) des Bachelor Studiums Umweltingenieurwesen.
Im Master Studium Life Sciences, Vertiefung Natural Resource Sciences, bietet die Fachstelle Erneuerbare Energien eine persönliche Betreuung der Studierenden (Tutoriat) und viele Themen aus aktuellen Forschungsprojekten für Masterarbeiten. Die Studierenden werden dabei wenn möglich in die Projektteams der Fachstelle Erneuerbare Energien integriert.
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